AG II "ZenTraClim": Klimawandel und Transnationale Politik

Die Arbeitsgruppe "ZenTraClim" (AG II) untersucht, welche Rolle transnationale Aktivit├Ąten sowie Werte und Normen sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene f├╝r den Klimawandel spielen.

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Die Probleme bei der Entwicklung effektiver und rechtlicher Mechanismen zur Vermeidung von Treibhausgasen und zur Förderung der Anpassungskapazitäten haben neue Konstellationen von Akteuren hervorgerufen. Ebenso wie in anderen Bereichen, sind transnationale Netzwerke von Unternehmen, Nichtregierungs-Organisationen (NGOs), sozialen Bewegungen und Gemeinden entstanden. Deshalb gilt es, Klimapolitik aus einer transnationalen Perspektive zu analysieren.


ZenTraClim untersucht, welche Rolle transnationale Aktivitäten sowie Werte und Normen sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene für den Klimawandel spielen. Transnationale Aktivitäten von nicht-staatlichen Akteuren (Individuen, Unternehmen, NGOs, soziale Netzwerke, Industrieverbände, etc.) haben möglicherweise positive aber eventuell auch negative Auswirkungen auf die Vermeidung des Klimawandels. Auf der Ebene individueller Akteure besteht für multi-nationale Unternehmen die Möglichkeit, sub-globale Regulierungen zu umgehen, was zum  Phänomen des Carbon Leakage führt. Auf der Ebene kollektiver Akteure können Aktivitäten von NGOs oder transantionalen Gemeindezusammenschlüssen die Klimapolitik unterstützen aber auch hemmen.
 
Transnationale Aktivitäten und ihre Konsequenzen basieren auf individuellen, sozialen und rechtlichen Werten und Normen, deren Zustandekommen nationale Grenzen überschreitet. Präferenzen für die Vermeidung des Klimawandels und ihr Zielkonflikt zu materiellem Wohlstand werden zunehmend sichtbar in der raschen Zunahme unterschiedlicher Lebensstyle. Transnationale Organisationen und Initiativen sind potentiell effektive Akteure bei der Vermeidung des Klimawandels, ihre Rechtsgrundlage ist indes noch ungeklärt.

Insgesamt lassen sich diese Aspekte ZenTraClim einerseits entlang der Dimensionen öffentlich/kollektiv ggü. privat/individuell und anderersiets entlang der Dimensionen Aktionen/Konsequenzen ggü. Werte/Normen zuordnen. Diese beiden Dimensionen definieren den konzeptionellen Rahmen, in dem die vier Teilprojekte von ZenTraClim organisiert sind. Bislang existieren die folgenden Projektgruppen:

  • Transnationale Netzwerke in der Klimapolitik
    (Projektleiter: M. Flitner)

 

  • Sub-globale Klimapolitik und Carbon Leakage
    (Projektleiter: C. Böhringer)

 

  • Rechtliche Aspekte transnationaler Klimanetzwerke
    (Projektleiter: T. Markus)

 

  • Transnationaler Wertewandel und Präferenzen für Klimaschutz
    (Projektleiter: H. Welsch)


ZenTraClim ist eine gemeinsame Initiative der Stiftung Mercator, der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Universität Bremen.